Mitteilung zur Gemeinderatswahl 2026

Mit 6 Kandidatinnen und 8 Kandidaten treten wir, die SPD Allersberg, bei der Kommunalwahl an. Der Urgedanke der Partei ist die Chancengerechtigkeit. Und genau dafür setzen wir uns vor Ort ein. Denn wir alle sind Allersberg - und verdienen die gleiche, eine faire Chance. Und zwar unabhängig davon, wen oder was wir unterstützen, mit wem wir bekannt sind, wie lange wir hier leben, was wir besitzen oder woher wir kommen.

Konkret geht es hierbei z.B. um die Chance auf Wohnraum. Neben der klassischen Familie gibt es eine bunte Vielfalt an Lebensformen. Ob alleinstehende Rentnerinnen und Rentner, alleinerziehende Eltern, Singles mit normalem Einkommen... Es fehlt an allen Ecken und Enden.

Es gilt, Leerstand konsequent zu beseitigen, kommunale Flächen nicht als Spekulationsobjekt zu missbrauchen und sozialen Wohnungsbau zu forcieren.

Aber auch wenn es um die Vergabe von Bauplätzen geht, braucht es Gerechtigkeit. Hier muss durch mehr Transparenz eine Menge Vertrauen zurückgewonnen werden.

Ebenfalls weit oben auf die Agenda gehört der öffentliche Nahverkehr. Derzeit auf ländliche Strukturen ausgelegt, deckt er die Bedürfnisse der Menschen vor Ort nicht ab.

Für die ohne eigenes Fahrzeug kann ein Facharztbesuch schnell mal fast einen ganzen Tag in Anspruch nehmen. Für Kranke eine Zumutung oder gar unmöglich. Auch der Arbeitstag vieler Auszubildenden dauert inklusive Fahrt oft an die 12 Stunden. Hier braucht es eine ehrliche Bestandsaufnahme und konkrete Verbesserungen, damit wir unseren jungen Leute nicht verlieren.

Bessere Abstimmung von Arbeitszeiten, flexible Rufbus- oder on-demand-Modelle. Wir brauchen eine verlässliche Anbindung an zentrale Orte wie Fachärzte, Kulturzentren, Ausbildungsstätten und Bahnhöfe.

Zusammen mit politischen Entscheidungsträgern und Verkehrsbetrieben wollen wir tragfähige Lösungen entwickeln.

Aber natürlich soll auch unser Allersberg attraktiver werden. Nach einer strukturierten, flächendeckenden Bedarfsanalyse sollen die Mittel zielgerichtet, für alle nachvollziehbar und vor allem immer strikt orientiert am Gemeinwohl, eingesetzt werden.

Ein Großteil unserer Kinder wird derzeit in Containern betreut, die noch nicht einmal für die Allerkleinsten, die Krabbelkinder, mit Fußbodenheizung ausgestattet sind. Das kann nicht sein.

Um nicht nur laufende Kosten, sondern auch zusätzliche Investitionen in unseren Ort zu stemmen braucht es solide Unternehmen, die sich hier langfristig ansiedeln, sich in unseren Lebensraum einfügen und in Idealfall gemeinsam mit der Gemeinde wachsen können.

Dies soll zukünftig der Maßstab sein, an dem wir interessierte Investoren messen.

Und nicht zuletzt möchten wir hervorheben, dass eine lebendige Demokratie von Respekt lebt. Wir wollen deshalb die Selbst-Verpflichtung zu einer wertschätzenden und sachorientierten Gesprächskultur einführen. Ein gemeinsam beschlossener Verhaltenskodex, ergänzt durch mehr Transparenz, z. B. durch Aufzeichnungen sollten eine gute Debattenkultur im Gemeinderat begünstigen, was letztlich nur allen zugutekommen kann.

Respekt endet für uns jedoch nicht im politischen Miteinander, sondern umfasst auch den verantwortungsvollen Umgang mit unserer Geschichte. Den Opfern des Nationalsozialismus gebühren Respekt und Ehre, auch im Jahr 2026 und allen folgenden. Dafür werden wir immer einstehen.

Wir treten an für das beste Allersberg, das wir sein können.